Veranstaltung

19. Okt 2016 – 18. Okt 2017

12 + 12

Vortragsreihe: Zeitgenössische sakrale Architektur in Deutschland nach 2000

In Kooperation mit dem BDA Bayern und dem Lehrstuhl für Raumkunst und Lichtgestaltung an der Fakultät für Architektur der Technischen Universität München präsentiert die Deutsche Gesellschaft für christliche Kunst die Vortragsreihe 12 + 12 zu ausgewählten Sakralbauten in Deutschland seit 2000. Der Titel 12 + 12 weist auf das inhaltliche Konzept der Vortragsreihe: In den kommenden zwölf Monaten stellen zwölf Architekten jeweils ein realisiertes Projekt aus dem Sakralbau wie auch ein weiteres Bauwerk von der Antike bis zur Gegenwart vor, das für ihre Arbeitsweise richtungsweisend ist.

Die Vorträge beginnen jeweils um 19 Uhr.
Um Anmeldung zu den einzelnen Vorträgen wird gebeten unter info@dg-galerie.de

19.10.2016
Allmann Sattler Wappner Architekten: Herz Jesu Kirche, München-Neuhausen, 2000
Die Herz Jesu Kirche präsentiert sich als offenes, helles und lebendiges Gebäude. Die gläserne Fassade umschließt eine innere Hülle aus Ahornlamellen. Durch diese beiden ineinander stehenden Kuben mit gegenläufigen Materialeigenschaften gelangt Licht von unterschiedlicher Farbe und Intensität in die Kirche. Die Anordnung der vertikalen Holzlamellen sorgt für eine kontinuierlich zunehmende Helligkeit zum Altar hin, gleichzeitig schützt die in diesem Bereich opake Fassade vor Einblicken in den Altarraum.
(Quelle: allmannsattlerwappner.de)

29.11.2016
Peter Kulka Architektur: Haus der Stille (Teil des Benediktiner Klosters), Meschede, 2001
Das Haus der Stille ist nach einer Klostererweiterung in den 1980er Jahren Peter Kulkas zweites Projekt für die Benediktiner in Meschede. Mit zu der entschiedenen Konzentration der Gestalt beigetragen hat die Bauherrenschaft des damaligen Abtes Stephan. Ein Ort in der Welt, aber nicht von dieser Welt sollte das neue Gästehaus der Abtei werden. Ein Haus der Einkehr und spirituellen Suche, offen für alle.
(Quelle: peterkulka.de)

18.01.2017
Architekturbüro Paul Böhm: Kirche St. Theodor, Köln, 2001
Die neue Pfarrkirche ordnet die städtebauliche Situation im Bereich um die Kirche und bildet zusammen mit den bereits bestehenden Bauteilen unterschiedliche Platzräume. Über einen Windfang betritt man einen schlichten aber feierlich intimen Raum, der von zwei rinförmigen Rundwänden unterschiedlicher Radien gebildet wird. Diese nehmen den bestehenden Kirchturm in einer offenen „Umarmung“ auf und integrieren somit den „alten“ Turm in das neue Gebäude. Nischen gruppieren sich um den Innenraum und führen in ihrer Höhe ansteigend zum Altarbereich hin, auf den die Dynamik des Kirchenraums ausgerichtet ist. (Quelle: boehmarchitektur.de)

01.02.2017
Kister Scheithauer Gross Architekten und Stadtplaner: Maria-Magdalena-Kirche, Freiburg im Breisgau
Im Herzen des neuen Stadtquartiers Rieselfeld entstand ein ganz besonderes Kirchengebäude. Zwei Kirchen, evangelisch und katholisch, sind in einem Gebäude vereint und lassen sich zu einem einzigen ökumenischen Kirchenraum verbinden. Wie im klassischen Kirchenbau besitzt die Doppelkirche drei Längsschiffe. Die beiden Seitenschiffe beherbergen die Kirchenräume. Dabei erstreckt sich die katholische Kirche über die gesamte Länge, während die kleinere, evangelische Kirche in ihrem räumlichen Schwerpunkt gegenüberliegt. (Quelle: ksg-architekten.de)

22.03.2017
Lederer Ragnarsdóttir Oei: Haus der Kirche, Heilbronn, 2007
Die Einrichtungen der katholischen Kirche waren auf zahlreiche Standorte in Heilbronn verteilt. Um beim Unterhalt der Gebäude zu sparen und Synergien in der Zusammenarbeit zu erreichen, entwickelte die Kirchengemeinde in unmittelbarer Bahnhofsnähe ein neues, alle Stellen zusammenfassendes Gebäude. (Quelle: lederer-ragnarsdottir-oei.de)

28.03.2017
Schneider+Schumacher: Autobahnkirche Siegerland, Wilnsdorf, 2013
Die dreidimensionale Umsetzung des Kirchen-Piktogramms präsentiert sich sowohl zur Autobahn als auch zum Autohof als stilisierte weiße Silhouette einer traditionellen Dorfkirche. Die Innenkuppel öffnet sich zum Altarbereich, in den nur von oben, durch die beiden Turmspitzen, natürliches Licht einfällt. Das filigrane Holz-Gewölbe zeigt sich ähnlich einer feingliedrigen Kreuzrippen-Struktur.
(Quelle: schneider-schumacher.de)

05.04.2017
Sauerbruch Hutton: Immanuelkirche und Gemeindezentrum, Köln, 2013
Ein bestehender Gartenhof der Evangelischen Brückenschlag-Gemeinde in Köln bildet das Herzstück für den Entwurf eines neuen Gebäudeensembles, das aus der Kirche, einer kleinen Gebetskapelle und einem Glockenturm besteht. Umgeben von altem Baumbestand bietet dieser Grünraum einen geschützten und zugleich offenen Platz für Veranstaltungen der Gemeinde. Die einfache rechteckige Form der neuen Immanuelkirche reinterpretiert die klassische Basilika im Sinne einer kleinen modernen Kirchengemeinde.
(Quelle: sauerbruchhutton.de)

17.05.2017
Königs Architekten: St. Marien (Kirche am Meer), Wangerland-Schillig, 2012
Die Wirkungskraft eines Gotteshauses entzieht sich der Alltäglichkeit unserer Wahrnehmungen. Im Zusammenhang mit der besonderen Lage der „Kirche am Meer“ wurde eine Konzeption gewählt, welche diese Wirkungskraft in ein Spannungsfeld zwischen kontextueller Einbindung einerseits und transzendentaler Ausrichtung andererseits einbindet. Die Raum-Körperbildung der Kirche am Meer bewegt sich bewusst innerhalb einer klassischen Kirchenbautypologie, gleichzeitig lässt die geschwungene Wand- und Dachausbildung auch eine metaphorische Interpretation von Wellen, Dünen und Meer zu.
(Quelle: koenigs-architekten.de)

12.7.2017
Wandel Lorch Architekten: Ökumenisches Forum Hafencity, Hamburg, 2012
Das Ökumenische Forum ist ein Zusammenschluss von 19 christlichen Konfessionen in der Hafencity. Die Idee des Forums ist, innerhalb des ehrgeizigen Stadtentwicklungsprojektes einen Ort zu schaffen, „der die Menschen an Gottes Gegenwart erinnern soll.“ Auf dem Areal des Elbtorquartiers ist der Neubau als Brockrandbebauung entlang der Shanghaiallee in den städtebaulichen Masterplan eingepasst. Der Baukörper steht innerhalb der Flucht der angrenzenden Gebäude und nimmt auch bei der Traufhöhe Bezug auf die Nachbarschaft.
(Quelle: baunetzwissen.de)

20.09.2017
Schulz und Schulz: Katholische Propsteikirche St. Trinitatis, Leipzig, 2015
Die Kirchweihe am 9. Mai 2015 beendete eine über siebzig Jahre andauernde Odyssee der Leipziger Propsteigemeinde. Mit dem Neubau ist St. Trinitatis ins Zentrum der Stadt zurückgekehrt. Den Architekten war es ein Anliegen, die neue Propsteikirche aus dem Organismus der umgebenden Stadt heraus zu entwickeln. Ihre Präsenz erhält sie durch den hohen Kirchenbaukörper und den Kirchturm, vor allem aber durch die einladende Offenheit des Pfarrhofs. Mit seiner Hülle aus gemauertem Rochlitzer Porphyr bekennt sich der Bau zu Region und Tradition.
(Quelle: schulz-und-schulz.com)

26.09.2017
Meck Architekten, Kirche mit Pfarrhaus, München-Poing, Fertigstellung 2017
Die neue Kirche ordnet wie ein Schlussstein die städtebaulich äußerst sensible Situation an der Schnittstelle zwischen Grünzug und Stadt. Der Entwurf greift die Wegebeziehungen aus Landschaft und Stadt kommend auf und führt sie auf dem Kirchplatz zusammen. Als Solitär konzipiert, wird die neue Kirche mit ihrer Dachlandschaft zur weithin sichtbaren Stadtkrone von Poing. Glockenträger und Pfarrheim nehmen sich im architektonischen Auftritt zurück, sie definieren den Stadtraum zur Gruberstraße und bilden den Rahmen für die Kirche.
(Quelle: meck-architekten.de)

18.10.2017
Brückner & Brückner Architekten: Kapelle St. Johannes der Täufer, Haus Johannisthal, Windischeschenbach, 2014
Ein besonderer Ort der Schöpfung. Mitten in der Natur. Eine Wanderung durch das Naturschutzgebiet Waldnaabauen durch den Wald von Falkenberg nach Windischeschenbach. Granit, Holz, Wasser, die Weite der Landschaft und die Unendlichkeit des Himmels. Am Ende des Waldes auf einer Lichtung am Wegesrand – eine steinerne Kapelle mit hölzernem Kern. Davor die Waldnaab, dahinter weitere Häuser des Hauses Johannisthal. Ein Ort der Begegnung, Begegnung mit Gott – Begegnung mit den Menschen – Begegnung mit der Natur – Begegnung mit sich selbst …
(Quelle: Brückner & Brückner Architekten)

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Finkenstraße 4
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